Sekretariat, Verkauf, Gastronomie… Achtung! Roboter nehmen uns diese Jobs weg

Vera Laumann | 28. September 2016, 18:47 Uhr




Roboter werden in Zukunft viele Jobs übernehmen.
Foto: Getty Images Nehmen Roboter uns schon bald die Jobs weg? In 20 Jahren soll fast die Hälfte aller Tätigkeitsfelder von Robotern erledigt werden. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Oxford.


Laut einer Studie der US-Universität Oxford wird in den kommenden 20 Jahren alleine in den USA fast die Hälfte aller Tätigkeitsfelder in mehr als 700 Berufen durch Künstliche Intelligenz ersetzt.
Vor allem die Mittelschicht wird die zunehmende Digitalisierung betreffen. Routinetätigkeiten in Verwaltungen, bei Buchhaltern, Einkäufen oder Auftragsdisponenten werden zukünftig immer seltener von Menschen erledigt. Grund hierfür ist die zunehmende Automatisierung. Roboter werden demnach schon bald unsere Jobs übernehmen.



An vielen Stellen nehmen uns Roboter bereits Arbeit ab: Wie etwa im Ford-Werk bei Köln, wo Roboter vollautomatisch Schweißarbeiten verrichten. Foto: Getty Images


Die Unternehmensberater von A. T. Kearney haben die US-Studie auf die deutschen Verhältnisse angepasst. Auch hierzulande werden in den kommenden 20 Jahren Millionen Jobprofile betroffen sein.
Besonders gefährdet sind Beschäftigte in Büros und Sekretariaten. Der Studie zufolge fallen in den nächsten 20 Jahren insgesamt 2,7 Mio. Stellen in dieser Branche weg. Auch im Verkauf und in der Gastronomie werden Menschen an immer mehr Stellen durch Roboter ersetzt werden.
Die Top 10 der am meisten gefährdeten Berufe (>70% Automatisierungs-Wahrscheinlichkeit):

  1. Büro- und Sekretariatskräfte: -2,7 Mio. Personen
  2. Verkaufsfachleute: -1,1 Mio. Personen
  3. Gastronomieservice: -1 Mio. Personen
  4. Kaufmänn./techn. Betriebswirte: -0,9 Mio. Personen
  5. Post- und Zustelldienste: -0,7 Mio. Personen
  6. Köche/Köchinnen: -0,7 Mio. Personen
  7. Bankkaufleute: -0,5 Mio. Personen
  8. Lagerwirtschaft/Logistik: -0,4 Mio. Personen
  9. Metallbearbeitung: -0,4 Mio. Personen
  10. Buchhaltung: -0,3 Mio. Personen

(Quelle: „Smarte Maschinen – Wie künstliche Intelligenz unser Leben verändert“ von Ulrich Eberl)


Die Digitalisierung hat aber auch gute Seiten. Andere Studien besagen, dass aufgrund der Entwicklung Millionen neue Jobs in Deutschland entstehen werden. Laut einer Studie von Boston Consulting sollen bis 2025 aufgrund der Digitalisierung eine Millionen neue Jobs geschaffen werden, während 610.000 wegfallen – das wäre ein Plus von 390.000 neuen Stellen.
Der Wissenschafts- und Technik-Journalist Ulrich Eberl schreibt in dem Buch „Smarte Maschinen“, dass „die Jobs von morgen entscheidend von der richtigen Aus- und Weiterbildung abhängen. (…) Gerade zwischen den heutigen Berufsfeldern gibt es noch große weiße Flecken“.
Nicht jeder Job kann durch Roboter ersetzt werden.
Die zehn am wenigsten gefährdeten Berufe (<30% Automatisierungs-Wahrscheinlichkeit):

  1. Kinderbetreuung und –erziehung: +0,8 Mio. Personen
  2. Gesundheits-und Krankenpflege: +0,7 Mio. Personen
  3. Führungskräfte, Unternehmensorganisation und Strategie: +0,5 Mio. Personen
  4. Maschinenbau und Betriebstechnik: +0,4 Mio. Personen
  5. Kraftfahrzeugtechnik: 0,4 Mio. Personen
  6. Vertrieb, Einkauf und Handel: 0,3 Mio. Personen
  7. Sozialarbeit und Sozialpädagogik: 0,3 Mio. Personen
  8. Altenpflege: 0,3 Mio. Personen
  9. Hochschullehre- und Forschung: 0,2 Mio. Personen
  10. Bauelektrik: 0,2 Mio. Personen


Quelle: Sekretariat, Verkauf, Gastronomie: Achtung! Roboter nehmen uns diese Jobs weg | TECHBOOK